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Nachschlag: Irrer Trend

→ 37 Grad | Mo., 23.58 Uhr, 3sat

Foto: ZDF/Sören Senn
Kann man machen, muss aber auch nicht sein. Einer der von der 3sat-Dokumentation begleiteten Menschen beim Eisbaden

Ist der Tod eine »Krankheit, die man in Zukunft behandeln kann«? Davon ist zumindest Felix aus Berlin überzeugt. Er ist einer von drei Menschen, die die 3sat-Dokumentation »Ewig jung und gesund« beim Versuch, dem Tod zu entgehen, begleitet hat. Sein großes Vorbild ist Bryan Johnson, ein US-Multimillionär, der 30 Wissenschaftler beschäftigt, die sich nur um seine Lebensverlängerung kümmern. Was bei dem angeblich »bestvermes­sensten« Menschen der Welt völlig wahnhaft erscheint, ist bei vielen harmloser: Auch Atemtechniken, Eisbaden und gute Ernährung sind die Mittel der Wahl. Dabei immer vorausgesetzt: ein gewisser Wohlstand. Um den Selbst­optimierungsirrsinn namens Longevity mitzumachen, braucht man Muße und Geld. Permanentes Kümmern um die richtige Ernährung, tägliches Einnehmen von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten, 24 Stunden am Tag die eigenen Vitalfunktionen messen – früher glaubte man an Gott, heute an die Medizin. Wie lebenswert ein solches nur um sich kreisendes Leben ist, sei jedem selbst überlassen. (mp)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2026, Seite 14, Feuilleton

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