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03.06.2026
- → Kapital & Arbeit
Protestcamp unterstützt Lehrkräfte
Valencia: Streiks von Lehrenden für eine bessere öffentliche Bildung gehen in vierte Woche
Consellera, dimisión- »Ministerin, Rücktritt« fordern Lehrkräfte, Eltern und Kinder in Valencia schon seit etwas mehr als drei Wochen. Sie beziehen sich auf die Bildungsministerin Carmen Ortí, die ihrer Ansicht nach das öffentliche Bildungswesen lächerlich mache, sich nicht um Familien und Schüler kümmere und sich Verhandlungen und den Forderungen zur Verbesserung der öffentlichen Bildung verweigere. Die Bildungsministerin ihrerseits kritisierte, dass die Lehrergewerkschaften Unwahrheiten über den Inhalt der Verhandlungen verbreiten würden.
Seit Beginn des unbefristeten Lehrstreiks in der nichtuniversitären öffentlichen Bildung, einberufen von den Gewerkschaften STEPV, UGT PV, CSIF und CCOO PV mit Unterstützung von ANPE, am 11. Mai haben Lehrkräfte Demonstrationen, Kundgebungen und verschiedene weitere Mobilisierungen veranstaltet. Sie fordern unter anderem Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Bürokratieabbau.
Bei einem Protest in der zweiten Streikwoche appellierten die Organisatoren an die Lehrkräfte, Familien und Schüler, nicht aufzugeben und durchzuhalten, bis ihre Forderungen angenommen werden. Es wurden Schilder mit Slogans wie »Meine Töchter verdienen eine öffentliche und hochwertige Bildung« oder »Weniger Reden und mehr Ressourcen« hochgehalten.
Am Montag abend hatten rund 200 Lehrkräfte ein Lager auf der Plaza de la Virgen begonnen. Fast 20 Zelte wurden aufgebaut, die Campenden ermutigten andere Lehrkräfte, sich dem Protest anzuschließen. Das Camp ist eine zusätzliche Protestaktion, die ursprünglich nicht im von den Gewerkschaften angekündigten Streikmobilisierungskalender vorgesehen war. Die Menschen wollen dort bleiben, bis das Bildungsministerium echte Verhandlungsbereitschaft zeigt.
Am Sonntag verließ Ortí den Verhandlungstisch und forderte die fünf Gewerkschaften auf, die Verhandlungen am Montag in einem Onlinegespräch fortzusetzen. Das Treffen konnte nicht stattfinden, da einige Gewerkschaften ihre Bedingungen nicht erfüllt sahen. In ihrer Erklärung bedauerten sie, das Ministerium sei den Verhandlungen um Vergütungen und die Verbesserung der Lage Valencias im Bildungswesen gegenüber nicht offen gewesen. Am Dienstag konnte dann das erste Treffen stattfinden.
Während der eigentlich friedlichen Proteste kam es auch zu Fällen von Polizeigewalt. Auf einer Demonstration in der Nähe des Bildungsministeriums wurde eine Lehrerin von hinten von einem Polizisten auf die Straße gestoßen. Bei dem Sturz erlitt sie einen Nasenbruch und eine Wunde am Kinn und musste in einem Gesundheitszentrum versorgt werden. Mehrere Demonstranten filmten die Szene, die im Internet verbreitet wurde. Viele Kommentatoren forderten Konsequenzen für den Polizisten, während die Polizei das Verhalten des Beamten verteidigte. Inzwischen wurde eine Beschwerde gegen ihn eingereicht.
Die Gewerkschaften stellten sich in einer Videobotschaft hinter die verletzte Kollegin und wünschten ihr eine gute Genesung. »Wir unterstützen die angegriffene Lehrerin und bedauern, dass sie von diesem unnötigen Vorfall betroffen ist.«
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