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Nachschlag: Das Zirkuspferd

→ Elvis. ZDF, Mo., 22.00 Uhr

Foto: ZDF/Ruby Bell
Elvis Presley (Austin Butler), verkauft auf die Casinobühnen

Es muss ziemlich ungemütlich zugegangen sein in den US-Südstaaten der 1950er Jahre. Sittenwächter, religiöse Fundamentalisten, Rassisten und Waffenfetischisten verteufelten jeden progressiven Ansatz. Elvis, der weiße Junge aus Memphis mit Faible für die schwarze Musik der Beale Street, zieht sein Ding trotzdem unbeirrt durch. Lasziv die Hüfte zu Bass und Drums zucken zu lassen, das bringt ihn fast in den Knast. Sein geschäftstüchtiger Manager Colonel Tom Parker (Tom Hanks) verordnet erst mal Militärdienst, um den aufstrebenden King von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Der auf dem Jahrmarkt schaustellergestählte »Snowman« übernimmt die Kontrolle, steckt den Rebellen in steife Anzüge, lässt ihn in unzähligen schlechten Hollywoodfilmen schmachten, letztlich auf den Casinobühnen von Las Vegas verenden. Schade drum, der musikalischen Außergewöhnlichkeit hätte es noch viel mehr geben können. Aber vielleicht ist er ja gar nicht tot … (mme)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2026, Seite 14, Feuilleton

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