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Lyrische Hausapotheke

Ihr alten und hochweisen Leut!

Quatscht allahliebst

Von Bukowski +

Dass »eure« Frauen

Abhanden gekommen

Seien, wow

gebe ich vor zu denken

Da kann ich ja gleich

Marx lesen, die

Dienstmagd schwängern

Mir mit einem Stolitschnaya

Den Rachen bestäuben

Bis Gott

Am Bahnhof Zoo

Für Klimpergeld

Steppt

Oder die Hunnen kommen

Meinetwegen

Geht aber gerade nicht

Bin abgelenkt

Mein Lieblingskolibri

Ist zurück und schlürft

Den Blütensaft des Mamón

Ihr nennt es Papaya

Der Duft der Großen Freiheit

Erlaubt keine Reeperbahn

Wer nicht vom Weg abkommt

Bleibt auf der Strecke

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2026, Seite 11, Feuilleton

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  • Onlineabonnent*in Joachim S. aus B. 20. Mai 2026 um 21:06 Uhr
    Das mit dem Stolitschnaya wäre wohl eine gute Idee gewesen. Das mit der Dienstmagd wohl eher nicht: Wo gibt es heute noch Mägde?
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

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