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Kriegsfolgen

USA: Trump will Kraftstoffsteuer aussetzen

Foto: AP Photo/Jacquelyn Martin
Muss gegensteuern, weilt der Unmut über seinen Kriegskurs wächst: Trump am Montag im Weißen Haus zu Washington

Washington. Angesichts extrem gestiegener Kraftstoffpreise infolge des Krieges mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump die US-Kraftstoffsteuer bis auf Weiteres aussetzen. Die Steuer solle »so lange, wie es angebracht ist« nicht weiter erhoben werden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. »Es ist zwar nur ein kleiner Prozentsatz, aber es ist immer noch Geld«, so Trump weiter. Unklar war zunächst, ob Trump sein Vorhaben im Alleingang realisieren kann. US-Medien wiesen darauf hin, dass eine Aussetzung der Bundeskraftstoffsteuer die Zustimmung des Kongresses voraussetze. Nach Angaben der US-Energiestatistikbehörde vom Juli 2024 erhebt die US-Regierung 18,40 Cent pro Gallone (3,785 Liter) Benzin. Bei Diesel sind es 24,40 Cent. Angesichts der jüngsten Preisentwicklung ist das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein: Am Montag lag der Durchschnittspreis in den USA für eine Gallone Benzin bei rund 4,52 US-Dollar (etwa 3,84 Euro), wie der Automobilverband AAA mitteilte. Im Vergleich: Ein Jahr zuvor kostete eine Gallone noch knapp 3,14 US-Dollar. Zusätzlich zu der Kraftstoffsteuer des Bundes fordert auch die Mehrzahl der Bundesstaaten eine Steuer auf Benzin und Diesel. Im Juli 2024 lag diese bei Benzin im Durchschnitt bei 32,61 Cent. Bei Diesel wurden 34,76 Cent erhoben. Im Vergleich zu Deutschland ist das Tanken in den USA allerdings immer noch günstig. Umgerechnet liegt der aktuelle US-Benzinpreis pro Liter bei rund einem Euro. (dpa/jW)

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Erschienen am 12.05.2026, Ausland

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