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Kriegsfolgen

Saudi-Aramco-Chef: Iran-Krieg hat »größten Energieschock« der Geschichte ausgelöst

Foto: AP Photo/Asghar Besharati, File
Nichts geht mehr: Ein Tanker liegt vor Anker in der Nähe der Straße von Hormus (18.4.2026)

Riad. Der Iran-Krieg hat nach Einschätzung des Chefs des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco den größten Energieschock der Geschichte ausgelöst. »Selbst wenn die Straße von Hormus heute wieder geöffnet würde, würde es noch Monate dauern, bis sich der Markt wieder stabilisiert hat«, sagte Amin Nasser am Montag vor Investoren in Riad. Sollte sich die Öffnung der Meerenge um weitere Wochen verzögern, würde sich eine Normalisierung »bis ins Jahr 2027 hinziehen«.

Der Markt habe einen »beispiellosen Versorgungsverlust« von rund einer Milliarde Barrel Öl erlebt, sagte Nasser. Teilweise ausgeglichen worden seien die Ausfälle durch Freigabe strategischer Ölreserven und durch alternative Transportwege. So sei die saudi-arabische Ost-West-Pipeline, die Ölfelder am Persischen Golf mit dem Roten Meer verbindet, zuletzt mit ihrer Höchstkapazität von sieben Millionen Barrel täglich genutzt worden, hatte Saudi Aramco am Sonntag mitgeteilt.

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Der Konzern gab Sonntag einen Anstieg seines Nettogewinns im ersten Quartal um 25,5 Prozent bekannt. Grund sind die deutlich gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel und in der Golfregion. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe. (AFP/jW)

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Erschienen am 12.05.2026, Ausland

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