-
16.05.2026
- → Feuilleton
Nachschlag: Sprint auf Karriereleiter
J. D. Vance – Der Mann nach Trump | ARD-Mediathek
Der Widersprüche gibt es viele im bisherigen Leben des James David »J. D.« Vance, an seinem steilen Aufstieg haben sie nicht gerüttelt: Aufgewachsen im Proletariermilieu des Rust Belt zog es ihn im Windschatten der Techmilliardäre ins Silicon Valley. Mit einem Stipendium für Armeeveteranen ausgestattet, studierte der pausbäckige Jungspund in Yale und heiratete eine Frau, die aufgrund ihrer Hautfarbe besser nicht einem wildgewordenen ICE-Agenten über den Weg laufen sollte. Erst Trump-Kritiker, dann Trump-Arschkriecher, jetzt Vizepräsident mit Drang nach noch Höherem. »Postliberal« nennt sich sein in allen Windrichtungen flatterndes Fähnchen, und letztlich geht es ihm nur ums Ego. Ganz offen sagt Vance, dass er sich im Sinne seines Fortkommens gern mal Kokolores ausdenkt. Wie die frei erfundene Geschichte, dass haitianische Bevölkerungsteile die Katzen der Nachbarn verspeisen. Und »extreme Linke« gehörten bei ihren Chefs denunziert. Seinem eigenen gefällt das natürlich ungemein. (mme)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!