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Nachschlag: Sprint auf Karriereleiter

J. D. Vance – Der Mann nach Trump | ARD-Mediathek

Foto: Social Media/Beeple
Der US-Vizepräsident lässt auch gern mal den Christen raushängen, hier in einer Karrikatur als Jesus-Lookalike

Der Widersprüche gibt es viele im bisherigen Leben des James David »J. D.« Vance, an seinem steilen Aufstieg haben sie nicht gerüttelt: Aufgewachsen im Proletariermilieu des Rust Belt zog es ihn im Windschatten der Techmilliardäre ins Silicon Valley. Mit einem Stipendium für Armeeveteranen ausgestattet, studierte der pausbäckige Jungspund in Yale und heiratete eine Frau, die aufgrund ihrer Hautfarbe besser nicht einem wildgewordenen ICE-Agenten über den Weg laufen sollte. Erst Trump-Kritiker, dann Trump-Arschkriecher, jetzt Vizepräsident mit Drang nach noch Höherem. »Postliberal« nennt sich sein in allen Windrichtungen flatterndes Fähnchen, und letztlich geht es ihm nur ums Ego. Ganz offen sagt Vance, dass er sich im Sinne seines Fortkommens gern mal Kokolores ausdenkt. Wie die frei erfundene Geschichte, dass haitianische Bevölkerungsteile die Katzen der Nachbarn verspeisen. Und »extreme Linke« gehörten bei ihren Chefs denunziert. Seinem eigenen gefällt das natürlich ungemein. (mme)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2026, Seite 14, Feuilleton

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