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Abospenden

Anderen das Lesen der jW ermöglichen

Solidarisch sein, aber wie? Abos spenden!

Von Aktion und Kommunikation
Foto: IMAGO/IPON

Die junge Welt lebt seit jeher von ihrer solidarischen Leserschaft. Nicht nur das eigene Abo wird mitunter finanziert, sondern auch anderen der Zugang zur Zeitung ermöglicht: Studenten, Erwerbslosen, Jugendlichen in Ausbildung oder Menschen, deren Einkommen schlicht nicht reicht. Solche Spendenabos sind mehr als eine nette Geste, sie sind gelebte Solidarität. Sie erlauben die Teilhabe an Debatten. Durch dieses Instrument wird Unterstützung erfahrbar.

Besonders deutlich wird das beim Thema Gefangenenabos. Wer im Knast sitzt, hat nur stark eingeschränkten Zugang zu Informationen. In vielen Haftanstalten ist keine Internetverbindung verfügbar, und Bibliotheken sind schlecht ausgestattet. Viele Medien bleiben daher unerreichbar. Gedruckte Zeitungen werden zu einer der wenigen Möglichkeiten, sich hinter Gittern regelmäßig unabhängig zu informieren.

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Seit Jahren arbeitet die junge Welt deshalb mit dem Verein »Freiabonnements für Gefangene« zusammen. Durch Spenden können Inhaftierte die Zeitung erhalten – Menschen, die sonst oft vollständig von gesellschaftlicher Diskussion ausgeschlossen wären. Ein solches Abo schafft Verbindung durch die Gefängnismauern hinein in die Gesellschaft.

Gerade in Zeiten zunehmender sozialer Spaltung keine Nebensache. Kritischer Journalismus kostet Geld. Und gleichzeitig soll er nicht nur denen offenstehen, die sich das problemlos leisten können. Das solidarische Prinzip der jungen Welt versucht genau diesen Widerspruch praktisch zu beantworten: Wer mehr geben kann, ermöglicht anderen den Zugang.

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2026, Seite 16, Aktion

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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

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