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22.04.20261 Leserbrief
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Nachschlag: Extrem ratlos
Linksextremismus: Die unterschätzte Gefahr? | ARD-Mediathek
Die Filmemacher wissen nicht, was sie mit »Linksextremismus« meinen. Deshalb nutzen sie die vom Geheimdienst vorgegebene Definition: eine linke Strömung, die sich durch Gewalt gegen den Staat, gegen Nazis und den Kapitalismus auszeichnet. Nicht fehlen darf in dieser Extremismusdoku natürlich die »Hammerbande«. Die Angriffe auf Nazis durch Johann G. und seine Sportgruppe werden auf einer Europakarte minutiös dokumentiert. Vom Budapester Westbahnhof zur Bahnhofsunterführung in Dessau-Roßlau hat das Filmteam jeden Tatort dokumentiert. Doch die Erkenntnis über den sogenannten Linksextremismus ist gering. Und dass Martin Schirdewan und die Rote Hilfe sich nicht von der militanten Antifa distanzieren, ist für die Filmemacher unverständlich. Ein Video auf der Grundlage der Extremismustheorie scheitert an seiner Beschränkung auf die Gewalt. Interessanter wäre ein Ansatz, der die politische Praxis der radikalen Linken in Deutschland betrachtet. Der zeigt, was sie aufbauen und nicht zerstören wollen. (bk)
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Rayan aus Unterschleißheim 22. Apr. 2026 um 10:07 UhrJa, sowas muss scheitern, da es schon rein begrifflich auf jahrzehntelanger Manipulativpropaganda basiert, die für Hirnwäsche genau gleich der Methodik aller sogenannten Sekten sorgt: Die Sprache so zu verändern, dass alle aneinander vorbeireden. Interessanterweise haben sogar die erwähnten Schlapphüte dieser Propaganda scheinbar etwas entgegengesetzt, nämlich indem sie zwischen Radikalität und Extremismus differenzieren. Selbstverständlich ist dann allerdings ihre eigene Definition von »Linksextremismus« völlig falsch und rein den staatskapitalistischen, tatsächlich in großen Teilen extremistischen, Machtinteressen entsprungen. Aber um auf die von den Herrschenden intendierte, bewusste Sprachverwirrung zurückzukommen: Radikalität beschreibt nichts weiter als grundsätzliche, die Ursachen, »die Wurzel« betreffende Lösungen, statt Symptombehandlungen. Quasi das Radieschen der Problemlösung. (Siehe z. B. auch die üblicherweise korrekte Verwendung in medizinischen Kontexten.) Aus diesem und einer vollständigen – statt üblicherweise nur primitiv oberflächlichen – Einordnung von politisch linken und rechten Ideen folgt, dass es Linksextremismus – genau wie Rechtsradikalismus – in Wahrheit gar nicht geben kann.
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