-
06.06.2026
- → Feuilleton
Geometrie
Jetzt teilnehmen am junge Welt-Fotowettbewerb!
Über geometrische Fragestellungen schrieb schon der französische Philosoph René Descartes in seinem Werk »La Géometrie« von 1637. Sicherlich lassen sich mit Lineal und Zirkel vielfältige Probleme lösen, das Auge wird dennoch nur zu leicht verführt vom Wirrwarr der Perspektiven und Linien. Nebenstehendes Foto, eingesandt zum jW-Fotowettbewerb von 2009 mit dem Thema »Kommen und Gehen«, lässt auch an die verschachtelten Bauten in den Grafiken von Giovanni Battista Piranesi denken. Dennoch scheinen die beiden Personen, vertieft in ihr Gespräch, recht gelassen über die rein grafische Brücke zu laufen. Möglicherweise wälzen sie Fragestellungen der Algebra oder reden einfach nur über Michelangelo.
Schnittpunkte, um zu einem der Themen unseres diesjährigen junge Welt-Fotowettbewerbs überzuleiten, finden sich auf dem Bild jede Menge. Und es bleibt Ihnen, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überlassen, selbst Verknüpfungen herzustellen – über die Geometrie hinaus in Ihrem Alltag, in Ihrem politischen Leben, in der Gesellschaft allgemein.
Die optische Täuschung auf dem Foto lässt sich mit etwas Geduld entschlüsseln, die Probleme der wechselnden Perspektiven bleiben. Wir sind gespannt auf Ihre Einsendungen. (mis)
→ Teilnahmebedingungen unter jungewelt.de/fotowettbewerb
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
