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11.04.2026
- → Geschichte
Anno … 16. Woche
1736, 15. April: Auf Korsika wird der deutsche Baron und Abenteurer Theodor von Neuhoff von einem Konvent der Bevölkerung zum König der Insel gekrönt. Seit dem 13. Jahrhundert wurde die Mittelmeerinsel von der Republik Genua regiert, im Jahr 1735 gelingt die Proklamation der Unabhängigkeit. Schon nach wenigen Monaten wendet sich die Stimmung aber gegen König Theodor I. von Korsika. Im November 1736 bereist er das europäische Festland und wird nicht wieder auf die Insel zurückgelassen. Korsika fällt 1748 wieder an Genua, Neuhoff stirbt 1756 in London.
1866, 16. April: In Sankt Petersburg verübt Dimitri Karakosow ein Attentat auf Zar Alexander II. Seine Pistolenschüsse verfehlen das Ziel, da der neben ihm stehende Hutmacherlehrling Ossip Komissarow eingreift. Der Zar erhebt seinen Lebensretter in den Adelsstand. Karakosow, der aus dem niederen russischen Adel stammte und einer revolutionären Geheimgesellschaft angehörte, wird hingerichtet. In Richtung des Bauernsohns Komissarow soll er davor noch gerufen haben: »Ihr Esel, euretwegen habe ich es doch getan!«
1941, 19. April: Das Theaterstück »Mutter Courage und ihre Kinder« von Bertolt Brecht wird im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Die Regie führt Leopold Lindtberg, ein Schüler des Regisseurs und Theaterpädagogen Erwin Piscator. Die Musik kommt von Paul Burkhard, der auch dirigiert. Die aus Nazideutschland emigrierte Therese Giehse spielt die Hauptrolle. Das von Teo Otto entworfene, einfache Bühnenbild wird für alle weiteren Aufführungen des Stücks prägend.
1951, 14. April: In Gelsenkirchen kommen mehr als 1.000 Delegierte zum »Deutschen Kongress der Widerstandskämpfer, der Opfer des Faschismus und des Krieges« zusammen. Die Anwesenden, unter ihnen viele Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), verurteilen in einem Manifest die Remilitarisierung Westdeutschlands und rufen »zum gemeinsamen, entschlossenen Handeln« gegen die Wiederbewaffnung auf.
1951, 18. April: In Paris unterzeichnen die Außenminister der BRD, Frankreichs, Italiens und der Benelux-Staaten den »Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl«. Damit entsteht die sogenannte Montanunion als supranationaler Zusammenschluss, der die militärisch bedeutende Kohle- und Stahlindustrie einer gemeinsamen Kontrolle unterwerfen soll.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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