BAG Wohnungslosenhilfe: 14 wohnungslose Menschen erfroren
Zum Ende der offiziellen Kältehilfesaison am 31. März erklärte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W) in einer Mitteilung von Mittwoch:
Im Zeitraum von Oktober 2025 bis März 2026 sind mindestens 14 wohnungslose Menschen in Deutschland erfroren; in sechs weiteren Fällen besteht ein entsprechender Verdacht. (…) Viele Todesfälle werden nicht öffentlich bekannt. In weiteren Verdachtsfällen ist die Todesursache unklar, etwa weil keine Obduktion erfolgt oder Faktoren wie Vorerkrankungen und Suchterkrankungen zusammenwirken.
Der Winter war geprägt von langen Kälteperioden und extremen Minustemperaturen. Obdachlose Menschen sind den Witterungsbedingungen im öffentlichen Raum schutzlos ausgeliefert. Doch auch vergleichsweise milde Temperaturen können tödlich sein: Durchnässte Kleidung lässt den Körper schnell auskühlen. Unterkühlung droht bereits bei fünf bis zehn Grad Celsius, besonders bei gesundheitlich vorbelasteten Personen. (…) Die Unterbringung obdachloser Menschen ist keine freiwillige Leistung, sondern eine gesetzliche Verpflichtung der Kommunen zum Schutz von Menschenwürde, Leben und körperlicher Unversehrtheit. (…).
Kältehilfe ist eine überlebenswichtige Notlösung, kann jedoch die strukturellen Ursachen von Wohnungslosigkeit nicht beheben. Um Kältetote zu verhindern, braucht es vor allem bezahlbaren Wohnraum, wirksamen Schutz vor Wohnungsverlust, verlässliche soziale Absicherung sowie die konsequente Bekämpfung von Armut. (…)
Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) ruft in einer Erklärung von Dienstag zur Teilnahme an den diesjährigen Ostermärschen auf.
Im ersten Quartal dieses Jahres haben die Völkerrechtsbrüche und Menschenrechtsverstöße durch die sogenannte Wertegemeinschaft der Hauptmächte von NATO und EU und ihrer Verbündeten fast wöchentlich neue Höhepunkte erreicht. Der feige Überfall der USA auf Venezuela, die US-israelischen Kriege gegen Iran und Libanon, die Erstickungsversuche gegen das sozialistische Kuba, der andauernde Völkermord Israels in Palästina und die unendliche Verlängerung des Stellvertreterkrieges in der Ukraine zeigen, dass es notwendig ist, die imperialistischen Räuber zu stoppen, bevor sie die gesamte Welt in Brand setzen.
Bei den Ostermärschen gehen wir gegen diese Kriege auf die Straße, die auch von der deutschen Bundesregierung mit Waffenlieferungen, politischer Rückendeckung und finanziellen Zuschüssen unterstützt werden. Wir demonstrieren gegen die Hochrüstung in Deutschland und das Ziel des Bundeskanzlers, bald über die »konventionell stärkste Armee Europas« zu verfügen. Wir stellen uns dem Militarismus und der Kriegsvorbereitung entgegen, für die die Bevölkerung gleich mehrfach bezahlen soll. Der Rüstungsetat in unserem Land steigt und steigt, während unsere Gesundheitsleistungen gekürzt, der Sozialstaat zerschlagen und die Arbeitszeit verlängert werden sollen. Die Milliarden für die Infrastruktur, die man uns versprochen hatte, sind nie in unseren Schulen, im Wohnungsbau oder bei den öffentlichen Verkehrsmitteln angekommen. Statt dessen steigen die Preise für Benzin und Energie, weil die Ölkonzerne die Gelegenheit ergreifen, uns für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran bluten zu lassen. Gemeinsam mit der Friedensbewegung fragen wir: Wo bleiben die Milliarden? (…)
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