Zum Inhalt der Seite
Protest gegen Waffenproduktion

Auf dem Dach

Foto: Jonas Gehring
Mutig gegen Waffenproduktion: In Berlin besetzten vier Aktivisten das Rheinmetall-Werk in Wedding

Berlin. »Das Töten beginnt hier«, heißt es in einem Instagram-Post, der sich mit den Aktivisten solidarisiert, die am Mittwoch das Dach des Rheinmetall-Werks Berlin besetzten. Im Werk sollen künftig Teile für Artilleriemunition produziert werden. Zuvor wurden hier Autoteile produziert. »Wir wollen keine Waffenfabrik in Berlin. Wir wollen nicht, dass hier Waffen produziert werden, mit denen Menschen getötet werden«, sagte ein Beteiligter der Aktion. »Genozid in Palästina mit deutschen Waffen – Nicht mit uns! Leistet Widerstand«, stand auf einem mitgeführten Transparent. Die vier Beteiligten sind Teil der Gruppe »Peacefully against Genocide«. Sie wurden von der Polizei festgenommen.

Anwohner wehren sich gegen die Rüstungsproduktion. »Wedding gegen Waffenproduktion«, steht auf roten Wimpeln, die Spätis, Balkone und Cafés im Kiez schmücken. In den vergangenen Monaten hatte das Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion verschiedene Demonstrationen gegen die Umstellung organisiert. Das Bündnis ruft zu Aktionstagen am 10. und 11. Juli 2026 auf.

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.03.2026, Seite 5, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!