Nachschlag: Reiche bleibt Eon treu
Seit 26 Jahren war er bei »Monitor«, seit 14 Jahren der Leiter des ARD-Politmagazins. Am Donnerstag hat Georg Restle seine letzte Ausgabe moderiert, bevor er im Juni das ARD-Studio in Nairobi leiten wird. Gemessen am Maßstab der staatstragenden Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen gab es bei »Monitor« immer wieder Lichtblicke regierungskritischer Recherchen. In seiner letzten Sendung knöpfte sich Restle die zuvor für eine Eon-Tochter tätige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor. Denn Reiche bremst seit ihrem Amtsantritt systematisch den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger – im Interesse fossiler Energiekonzerne. Ein neuer Gesetzentwurf aus ihrem Haus sieht vor, Betreibern wie Eon beim Netzausbau den Druck zu nehmen, berichtet »Monitor«. Gleichzeitig sollen Entschädigungen für Windkraftbetreiber wegfallen, wenn in Spitzenzeiten die Netze nicht ausreichen, um den Strom einzuspeisen. Mit so einer Verbündeten im Kabinett dürften bei Eon täglich die Korken knallen. (dss)
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