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Bücher

Böser Brotkäfer

Ungarn bangt um die Schätze der Bibliothek im mittelalterlichen Benediktinerkloster Pannonhalma. 400.000 seltene Bücher sind in Gefahr, nachdem im Gebäude der Erzabtei ein Käferbefall festgestellt wurde, berichtete die Onlineausgabe der Zeitung ripost.hu. Daher ist die Bibliothek seit dem 1. Juni geschlossen. Die gefährdeten Bände wurden aus den Regalen geholt und luftdicht in Plastik unter Beigabe von Stickstoff verpackt. Die Chemikalie soll die Brotkäfer abtöten, die in das Papier eingedrungen waren. Voraussichtlich bleibt die Bibliothek bis zum Jahresende geschlossen. Der Prior des Klosters, Erzabt Cirill T. Hortobágyi, sieht den Klimawandel als Hintergrund für diesen Käferbefall. Die ältesten Schätze der Bibliothek, etwa eine Bibelausgabe aus dem 13. Jahrhundert, waren bereits vor dem Parasitenbefall gesondert und unter geschützten Bedingungen aufbewahrt worden – sie sind nicht vom Brotkäfer befallen. Die heute zum UNESCO-Kulturerbe gehörende Abtei von Pannonhalma wurde 996 gegründet, vier Jahre vor der Gründung des ungarischen Königreichs. Sie beherbergt die älteste Büchersammlung des Landes sowie viele der frühesten und wichtigsten Manuskripte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2025, Seite 10, Feuilleton

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 14. Juli 2025 um 20:55 Uhr
    Naja, alles kann man dem Klimawandel auch nicht anlasten. Der Brotkäfer mag es auch scharf, der haust sogar im Cayennepfefferpulver und seinen frischgeschlüpften Maden reicht ein zehntelmillimeter kleiner Durchlass ins Futter. In meine Bücher ist er nicht gegangen. Entweder hat ihm der Inhalt nicht gefallen oder es war genug anderes Fressen da.
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