Zum Inhalt der Seite
Informatik

Schnell und sicher

Die deutsche Informatikerin und Quantenphysikerin Stephanie Wehner wird mit dem mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die europäische Wissenschaft ausgezeichnet. Die frühere Hackerin werde damit für »ihre wegweisende Arbeit zum Quanteninternet« gewürdigt, teilte die Körber-Stiftung in Hamburg mit. Beim Quanteninternet handele es sich um ein ultraschnelles und extrem sicheres Computernetzwerk, das ganz neue Anwendungen und Rechenleistungen ermöglicht. Zuletzt hatten Wehner und ihr Team das weltweit erste Betriebssystem für Quantencomputer-Netzwerke entwickelt, damit müssen Quantenanwendungen nun nicht mehr für jede Hardware einzeln aufwendig von Spezialisten programmiert werden. »Künftig könnten damit Daten abhörsicher übertragen werden und Anwender in Rekordzeit vernetzt gemeinsam Probleme lösen, die weit über die Grenzen des heutigen Internets hinausgehen«, hieß es weiter. Wehner wurde 1977 in Würzburg geboren und arbeitet und forscht seit vielen Jahren in den Niederlanden. Dort ist sie Direktorin der Europäischen Quanteninternet-Allianz und Professorin am Qutech-Institut der Technischen Universität Delft. Vor ihrer Forschungskarriere sei sie als »ethische Hackerin« tätig gewesen und habe Computersysteme auf Sicherheitslücken getestet, um sie besser zu schützen. Heute treibt sie den Angaben zufolge den Aufbau eines Europäischen Quanteninternets maßgeblich voran. Mit dem Preisgeld will sie neue Anwendungen für Quantennetzwerke erforschen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2025, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!