-
13.05.20251 Leserbrief
- → Natur & Wissenschaft
Neuer Kandidat für »Planet 9«
Hsinchu. Ein Forschungsteam aus Taiwan hat einen möglichen Kandidaten für »Planet 9« gefunden. Die Gruppe um Terry Long Phan von der National Tsing Hua University hat ihre Forschungsergebnisse auf dem Preprint-Server Arxiv veröffentlicht; die Untersuchung soll im Fachjournal Publications of the Astronomical Society of Australia publiziert werden. Seit Jahren suchen Astronomen nach »Planet 9«. 2006 war Pluto der Status eines Planeten aberkannt worden. Seitdem gelten nur acht Himmelskörper im Sonnensystem als Planeten. Mike Brown und Konstantin Batygin vom California Institute of Technology (Caltech) hatten 2016 ungewöhnliche Umlaufbahnen transneptunischer Objekte außerhalb der Bahn des Neptun aufgezeichnet. Die Bewegung dieser Objekte ließ die Vermutung zu, dass sie von einer größeren Masse in den äußeren Regionen des Sonnensystems beeinflusst sind. Auf diese Entdeckung geht die Hypothese des neunten Planeten zurück, sie hat einen Wettlauf um seine Entdeckung ausgelöst. Das Forschungsteam aus Taiwan konnte nun bei seiner Suche die Zahl der Verdächtigen auf eins reduzieren. Allerdings hänge die Identifikation »stark davon ab, wie die Eigenschaften von »Planet 9« definiert werden. Wenn die tatsächliche Masse von »Planet 9« größer ist als die von Neptun, gibt es immer noch die Möglichkeit, durch IRAS und Akari entdeckt zu werden«, schreibt die Gruppe. IRAS und Akari sind Weltraumteleskope, deren Datensätze die Forscher bei ihrer Untersuchung verwendet haben; die Daten der beiden Teleskope liegen aber 23 Jahre auseinander. Es bestehe daher auch die Möglichkeit, dass »Planet 9« mit der verwendeten Methode nicht gefunden werden kann. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 12. Mai 2025 um 23:27 UhrEigenschaften definieren? Etwa diese Eigenschaften müsste der neunte Planet haben: Zehnfache Erdmasse, siebenhundert AE Abstand von der Sonne, zwanzigtausend Jahre Umlaufzeit auf einer stark elliptischen Bahn um die Sonne und er ist – wenn er ist – so kalt, dass man ihn nur im Infraroten beobachten kann. Allerdings hätte der Nachweis eines neunten Planeten zwei Vorteile: Die Bahnen der transneptunischen Objekte und die Stabilität des Sonnensystems (die Stabilität der Bahnen der vier inneren Planeten) könnten damit erklärt werden. Vielleicht ist der Neunte auch schon abgehauen und rennt als rogue planet durch die Milchstraße. Seine Existenz als Stabilisator wäre in der Frühzeit des Sonnensystems ausreichend gewesen.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!