Zum Inhalt der Seite
Behördenspaß

Alle kamen an

Ein Mann hat einen Brief in 1.700facher Ausfertigung vom Finanzamt bekommen. Sein Antrag auf einen sogenannten Elster-Zugang war am Wochen­ende der Zeitumstellung Ende Oktober erfolgt, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums am Mittwoch sagte. »Der Antrag beziehungsweise der daraus resultierende Zugangsbrief ist durch einen technischen Fehler, ausgelöst durch die zeitgleiche Zeitumstellung quasi in eine ›Zeitschleife‹ geraten.« Die Zustellung der Briefe erfolgte am Samstag. »Im ersten Moment habe ich einen Riesenschreck bekommen«, zitierte das Flensburger Tageblatt den Quickborner. »Beim Finanzamt, da rechnet man ja nicht mit einem Fehler. Da denkt man eher, man habe selber Mist gebaut.« Beim Öffnen der Briefe fand er den Geheimcode für einen beantragten Elster-Zugang für elektronische Steuererklärungen. Alle geöffneten Briefe enthielten das gleiche Dokument. Anträge auf einen Elster-Zugang erfolgen bundesweit zentral über eine Webseite, sie werden vollautomatisiert bearbeitet. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.11.2024, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!