Zum Inhalt der Seite
Literatur

Der chilenischer Schriftsteller Antonio Skármeta ist gestorben

Foto: Pablo Rojas Madariaga/Agencia Uno/dpa
Antonio Skármeta im April 2015

Santiago de Chile. Der chilenische Schriftsteller Antonio Skármeta ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Sohn Fabián Skármeta teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, der Autor habe seit Jahren an Alzheimer gelitten und sei am Dienstag eines »natürlichen Todes« gestorben. Skármeta wurde durch seinen Roman »Mit brennender Geduld« (Originaltitel: »Ardiente paciencia«) von 1985 weltbekannt, der auch erfolgreich verfilmt wurde. Der Titel ist eine Anspielung auf die Dankesrede von Pablo Neruda zur Verleihung des Literaturnobelpreises 1971 an ihn, in der Arthur Rimbauds Wendung »ardente patience« zitiert wird.

Der Roman schildert die fiktive Beziehung zwischen einem Briefträger und Pablo Neruda. Von dem britischen Regisseur Michael Radford wurde der Roman unter dem italienischen Titel »Il Postino« (»Der Briefträger«) verfilmt und kam 1994 in die Kinos. Der Film erhielt vier Oscar-Nominierungen.

Anzeige

Mehrere Werke Skármetas wurden ins Deutsche übersetzt, neben »Mit brennender Geduld« unter anderem auch »Der Dieb und die Tänzerin«, »Das Mädchen mit der Posaune« und »Die Hochzeit des Dichters«. Mit Deutschland verband Skármeta eine enge Beziehung. Nach dem Militärputsch in Chile 1973 lebte er viele Jahre im Exil in Westberlin. Nach Berlin kehrte er im Jahr 2000 auch für drei Jahre als Botschafter Chiles zurück. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen am 16.10.2024, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!