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11.09.20241 Leserbrief
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Darth Vaders Stimme
Der US-amerikanische Schauspieler James Earl Jones ist tot. Der für seine tiefe, markante Stimme bekannte Charakterdarsteller starb am Montag (Ortszeit) in seinem Haus im Bezirk Dutchess County im US-Bundesstaat New York, wie sein Management mitteilte. Jones wurde 93 Jahre alt. Er stand seit 1964 vor der Kamera. Sein Filmdebüt gab Jones mit Stanley Kubricks »Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben«. Für seine Rolle als schwarzer Boxer Jack Jefferson in »Die große weiße Hoffnung« (1970) wurde er für einen Oscar nominiert. Später spielte er in Filmen wie »Jagd auf Roter Oktober«, »Feld der Träume«, »Der Prinz aus Zamunda« und »Das Kartell« mit. Weltbekannt wurde er 1977 durch seine Sprechrolle in »Star Wars«, als Regisseur George Lucas ihn als Stimme der Darth-Vader-Figur anheuerte. Als Theaterschauspieler gewann Jones mehrere Tony-Trophäen. Zudem wurde er für Fernsehrollen mit zwei Emmys und als Sprecher mit einem Grammy ausgezeichnet. 2011 verlieh ihm die Oscar-Akademie für seine Verdienste um den Film einen Ehren-Oscar. (dpa/jW)
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Andreas Kubenka aus Berlin 12. Sept. 2024 um 17:52 UhrWie kann es eine (ehemals?) marxistische Tageszeitung nur fertigbringen, in einer Würdigung des Schauspielers James Earl Jones zwar seine Hollywood-Mainstreamprodukte aufzuzählen, aber seine sehr wichtige (Neben-)Rolle in dem klassenkämpferischen Film »Matewan« von 1987 nicht zu erwähnen? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme und passend für fast jedes Seminar zum Thema Aktionseinheit der Arbeiter verschiedener Nationalität und »Rasse« in ihren Abwehrkämpfen gegen die Kapitalistenklasse.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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