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Archäologie

Alt im Wald

Forscher haben im Frankenwald in Bayern elf weltweit unbekannte, 500 Millionen Jahre alte Fossilien entdeckt. Die abgelegene Fundstelle westlich von Hof habe sich als »prähistorische Arche Noah« entpuppt, teilte das Landesamt für Umwelt (LfU) am Donnerstag in Augsburg mit. Die einzigartigen Fossilien fanden sich demnach in einer kleinen Gesteinsscholle. Von rund 1.500 sogenannten Dreilapperkrebsen, die der Würzburger Paläontologe Gerd Geyer untersuchte, sind elf bisher weltweit unbekannt. Sie erhielten daher neue wissenschaftliche Namen. Zwei davon wurden nach den berühmten literarischen Lausbuben von Wilhelm Busch – Prioscutarius max und Prioscutarius moritz – benannt. Die restlichen Funde ähneln demnach vor allem den Versteinerungen aus dem Atlasgebirge Marokkos. Dass ausgerechnet im Frankenwald die kleine Fossilfundstelle über Jahrmillionen erhalten blieb, ist nach Aussage von Roland Eichhorn vom LfU einer besonderen Laune der Natur zu verdanken. Vor 500 Millionen Jahre befand sich die Fundstelle demnach im Meer vor der Küste Urafrikas. Bei der späteren Gebirgsbildung wurde diese Gesteinsscholle nicht zermalmt, sondern unversehrt an die Erdoberfläche gehoben, wo sie bis heute überdauerte. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2024, Seite 11, Feuilleton

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