-
06.08.20241 Leserbrief
- → Inland
Kretschmer: Bürgergeld nur wenn erwerbsunfähig
Berlin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat eine Verschärfung der Anforderungen beim Bürgergeld gefordert. »Tausende könnten arbeiten, tun es aber nicht und bekommen Geld vom Staat, für das die Steuerzahler hart arbeiten. Um dem einen Riegel vorzuschieben, wäre eine Beweislastumkehr nötig. Sprich: Wer Bürgergeld will, muss nachweisen, dass er nicht in der Lage ist, zu arbeiten.« Daneben forderte er einen Kurswechsel bei der Migrationspolitik. Es sei notwendig, »konsequent all jene abzuschieben, die keinen Asylgrund und kein Recht haben, hier zu sein, die kriminell sind und unsere Gastfreundschaft missbrauchen«, sagte Kretschmer der Welt (Montag). Diese Menschen müssten »schnellstens in ihre Heimatländer zurück«. (AFP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
arno nuem aus berlin 5. Aug. 2024 um 22:55 UhrDer einzige Grund, weshalb diese Diskussion überhaupt stattfindet, ist das Niedrighalten der Löhne. Menschen sollen zu »Mindestlöhnen« in Arbeit gepresst werden.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
