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Leichtathletik

Gisela Birkemeyer tot

Von Andreas Müller

Berlin. Die ehemalige Weltrekordhalterin im Hürdenlauf, Gisela Birkemeyer, ist am 26. März 2024 im Alter von 92 Jahren in Berlin verstorben. Das gab ihre Familie am Wochenende bekannt. Die gebürtige Thüringerin gewann unter ihrem Geburtsnamen Köhler bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne die Silbermedaille über 80-Meter-Hürden hinter der Australierin Shirley Strickland de la Hunty. Vier Jahre später ­wurde sie in Rom auf der gleichen Distanz Olympia-Dritte. Wenige Tage nach den Olympischen Spielen bewältigte sie in Leipzig als erste Frau die Hürdenstrecke in der Weltrekordzeit von 10,5 Sekunden. Mit der DDR-Sprintstaffel verbesserte sie außerdem mehrfach den Weltrekord über viermal 100 Meter.

Zwischen 1951 und 1964 ­wurde Gisela Birkemeyer-Köhler 40mal DDR-Meisterin, davon fünfmal im Fünfkampf. Sie bestritt 25 Länderkämpfe und stellte fünf Europarekorde und 18 DDR-Rekorde auf. 1959 wurde sie zur »DDR-Sportlerin des Jahres« gewählt. Die gelernte Technische Zeichnerin, die 1957 ihren Trainer Heinz Birkemeyer (1948 Ostzonenmeister im 100-Meter-Lauf) geheiratet hatte, arbeitete später als Nachwuchstrainerin beim Sportklub Dynamo Berlin.

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2024, Seite 16, Sport

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