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Alltag

Milk to go

Im Bus in der Stadt an einem sonnig spätsommerlichen Frühherbstmittag. Im kleinen Strom der Einsteigenden lässt sich eine junge Mutter sehen, wohlgenährt und gesund hat sie zwischen dunklen Textilien ihren nicht mehr ganz so kleinen Säugling an der blanken Brust. Steigt ohne Hilfe der beiden beschäftigten Arme ein und setzt sich umstandslos auf den nächsten freien Platz. Der Kleine nuckelt, fröhlich schaut die junge Mutter zu den Mitfahrenden auf. Milk to go, schießt es mir durch den Kopf. So lass’ ich mir diese bescheuerte Angewohnheit, im Gehen Nahrung zu sich zu nehmen, echt gefallen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2023, Seite 10, Feuilleton

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