Innere Spannung
Seine männlichen Akte sind gewaltige Muskellandschaften. Michelangelo (1475–1564) idealisierte den menschlichen Körper. Die Schau »Michelangelo und die Folgen« in der Wiener Albertina (15.9.2023–14.1.2024) will anhand von rund 140 Werken vor Augen führen, wie der Renaissancemaler über Jahrhunderte nachfolgende Künstler prägte, aber auch wie der von ihm geschaffene Kanon verfiel. Unter den ausgestellten Zeichnungen sind nach den Worten von Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder 80 herausragende Männerakte. »Seine Figuren sind von inneren Spannungen geradezu zerrissen«, sagte Schröder am Donnerstag in Wien. Fast alle Werke stammen aus der grafischen Sammlung der Albertina. (dpa/jW)
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