Zum Inhalt der Seite

Bündnis warnt vor mehr Armut durch Pflege

Berlin. Ein Bündnis aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Gewerkschaften warnt vor zunehmender Armut pflegebedürftiger Menschen. Immer weniger könnten sich die eigene Pflege leisten, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf. Pflegebedürftigkeit entwickele sich »immer mehr zu einer echten Armutsfalle«, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider. Daran ändere auch die Novelle zum 1. Juli nichts. Nötig sei eine Vollversicherung, die alle Kosten übernimmt. 2022 hatte die Pflegeversicherung ein Defizit von 2,2 Milliarden Euro verbucht. Der Beitragssatz soll am 1. Juli von 3,05 Prozent auf 3,4 Prozent des Bruttolohns steigen, Kinderlose zahlen deutlich mehr. Menschen, die zu Hause gepflegt werden, bekommen zum 1. Januar 2024 fünf Prozent mehr Pflegegeld. Die Mittel für Sachleistungen steigen ab 2025 um 4,5 Prozent. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2023, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!