-
26.06.2023
- → Feuilleton
ND kämpft ums Überleben
Die linke Zeitung ND – Der Tag stellt zum 1. August ihren Kioskverkauf ein. Anschließend könne nur noch die Wochenendausgabe ND – Die Woche im Einzelverkauf erworben werden, teilte das Blatt am Sonnabend auf seiner Homepage mit. Damit sollen Kosten gespart werden. Die Zeitung sieht sich in ihrer Existenz bedroht. Wegen gesunkener Einnahmen und nicht abzusehender Kostensteigerungen weise man aktuell einen Fehlbetrag von 635.000 Euro auf, erklärte laut einem ND-Bericht die Geschäftsführung am Sonnabend bei der Versammlung der ND-Genossenschaft. Zudem sollten u. a. vier Vollzeitstellen gestrichen und eine Rettungskampagne aufgelegt werden. Aktuell habe man 12.309 Abonnenten, davon 2.569 mit Digitalabos – das reiche nicht, um kostendeckend zu arbeiten. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
