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Bericht: BND versorgt Ukraine

Berlin. Im Ukraine-Krieg hat der Bundesnachrichtendienst (BND) Kiew offenbar reichlich mit Erkenntnissen aus Satellitenbildern, abgefangenen Funksprüchen oder Mobiltelefongesprächen unterstützt. Das Ausmaß sei größer als bislang angenommen, wie die Zeit und das ARD-Magazin »Kontraste« auf Basis eigener Recherchen am Mittwoch abend mitteilten. Zu den Erkenntnissen, die der BND der Ukraine zukommen ließ, zählen demnach »Hinweise auf Munitionsdepots sowie Aufnahmen eines russischen Flugfeldes mit genauer Lage und Zahl der Flugzeuge«. Weit mehr als 100 Hinweise seien geschickt worden. Der BND gehe davon aus, dass die Weitergabe juristisch gedeckt sei und völkerrechtlich keinen Kriegseintritt der Bundesrepublik bedeute. Die Daten würden mit einer Verzögerung von bis zu einigen Tagen übersandt, heißt dem Bericht zufolge in Berlin. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2022, Seite 4, Inland

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