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Schach

Spiel nicht mit den Schummelkindern

Oslo. Schachweltmeister Magnus Carlsen hat sich ausführlich zu seinem Rückzug in einem Onlineduell mit Hans Niemann geäußert und dem US-Amerikaner Betrug vorgeworfen. Im wesentlichen bestätigt Carlsen die Berichte der letzten Wochen, dass der 19jährige Großmeister in dem Spiel gegen ihn geschummelt haben soll. Genaueres dürfe er aber aktuell nicht sagen, schrieb der 31jährige Norweger am Montag auf Twitter. Er glaube, »dass Niemann häufiger (...) betrogen hat, als er öffentlich zugegeben hat.« Carlsen schrieb: »Wir müssen etwas gegen Betrug im Schach unternehmen. Ich werde dazu beitragen, indem ich nicht mehr gegen Spieler spiele, die in der Vergangenheit betrogen haben, da ich mir nicht sicher sein kann, was solche Spieler in der Zukunft noch tun werden.« Niemanns Fortschritt in Vor-Ort-Spielen sei ungewöhnlich. »Während unseres Spiels beim Sinquefield Cup hatte ich den Eindruck, dass er in den entscheidenden Phasen nicht vollständig fokussiert und auf das Spiel konzentriert war, während er mir mit den schwarzen Spielsteinen auf eine Art und Weise überlegen war, die ich nur von einem kleinen Personenkreis kenne. Das Spiel beim Sinquefield Cup hat dazu beigetragen, dass sich meine Perspektive auf das Thema geändert hat«, so Carlsen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2022, Seite 16, Sport

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