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Völkermordklage wegen Blockade Leningrads

St. Petersburg. Die Staatsanwaltschaft von St. Petersburg hat vor Gericht beantragt, die Blockade der Stadt durch die deutsche Armee im Zweiten Weltkrieg (1941–1944) als Völkermord einzustufen. Eine entsprechende Eingabe vor dem Stadtgericht sei auf Anweisung von Generalstaatsanwalt Igor Krasnow gemacht worden, teilte die Behörde der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Donnerstag mit. St. Petersburg hieß von 1924 bis 1991 Leningrad. Krasnow erklärte, die systematische Bombardierung habe das Ziel verfolgt, die Bevölkerung zu vernichten und Voraussetzungen für eine Hungersnot zu schaffen. »Insgesamt wurden in der Zeit der Leningrader Blockade mehr als eine Million Sowjetbürger durch die deutschen faschistischen Okkupanten und ihre Helfer getötet«, heißt es in der Mitteilung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2022, Seite 7, Ausland

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