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16.05.2022
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Kulturfront
Bundesratspräsident und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Partei Die Linke) hat zum Internationalen Museumstag auf die gefährdeten Kunstschätze in der Ukraine aufmerksam gemacht. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die russische Militärmaschinerie nicht nur die Menschen, sondern auch die Erinnerung und Kultur zerstöre, mahnte Ramelow zum bundesweiten Auftakt des Aktionstages am Sonntag auf Schloss Burgk im ostthüringischen Schleiz. Der Geschäftsführer von ICOM Deutschland, dem deutschen Nationalkomitee des Internationalen Museumsrats, Klaus Staubermann, äußerte seine Sorge über die zunehmend gezielte Zerstörung von Kulturdenkmälern. Im Osten der Ukraine seien willentlich schon mehrere Tausend Objekte zerstört worden. »Da geht es um gezielten Identitätsverlust zum Beispiel bei der Zerstörung von Kirchtürmen.« An dem Internationalen Museumstag beteiligen sich laut dem Deutschen Museumsbund landesweit mehr als 1.700 Museen. Nach zwei Jahren Corona wollen die Häuser unter dem Motto »Museen mit Freude entdecken« bei mehr als 4.500 Veranstaltungen auf ihre Sammlungen aufmerksam machen. (dpa/jW)
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