Zum Inhalt der Seite

Bosse erwägen Klage zu zwölf Euro Mindestlohn

Berlin. Die Kapitalseite in der BRD erwägt ein juristisches Vorgehen gegen das von der Ampelregierung angekündigte Gesetz für zwölf Euro Mindestlohn. »Unser Problem ist der Weg dahin«, kritisierte Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e. V., am Donnerstag gegenüber dpa das Umgehen der Mindestlohnkommission. Das Vorhaben der Bundesregierung halte er für eine »grobe Verletzung der Tarifautonomie«, klagte Dulger. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will ein Gesetz für eine Erhöhung der Lohnuntergrenze auf zwölf Euro vorlegen. Am 1. Januar steigt sie von 9,60 auf 9,82. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2021, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!