Zum Inhalt der Seite
Literatur

Schlechte Aussichten

Der Österreichische Buchpreis geht heuer an die Schriftstellerin Raphaela Edelbauer. Die Wienerin erhielt die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am Montag abend für ihren Science-Fiction-Roman »Dave«. Dieser handelt von einer nahen Zukunft, in der Forscher unter neoliberalen Konkurrenzbedingungen versuchen, eine besonders leistungsfähige künstliche Intelligenz mit Bewusstsein zu schaffen, um die Außenwelt wieder bewohnbar zu machen. Laut Jury gehe es um »die Ohnmacht des einzelnen in einer Diktatur der Weltverbesserer«. Der Österreichische Buchpreis wurde 2016 nach Vorbild des Deutschen Buchpreises vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) zusammen mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet. Er wird immer zum Auftakt der Messe »Buch Wien« verliehen. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2021, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!