Zum Inhalt der Seite

Bayer: Weitere Milliarden für US-Glyphosatstreit

Leverkusen. Der Pharma- und Agrarchemieriese Bayer legt im Glyphosatrechtsstreit in den USA weitere Milliarden zur Seite. Für das zweite Quartal 2021 werde eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von brutto 4,5 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro) vor Steuern und Abzinsung gebildet, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Zudem kündigte Bayer an, das angesichts zehntausender Klagen wegen wahrscheinlicher Krebsrisiken im Mittelpunkt der Rechtskonflikte in den USA stehende Pflanzengift Glyphosat vom Jahr 2023 an nicht mehr in Produkten für Privatkunden einzusetzen. Mit den milliardenschweren Rückstellungen will sich Bayer absichern, falls das oberste US-Gericht einen wegweisenden Glyphosatfall entweder nicht zur Verhandlung annehme oder im Sinne der Kläger urteile. Der Chemiekonzern versucht seit Jahren, einen Schlussstrich unter den Skandal zu ziehen. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2021, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!