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Griechischer Neonazi verliert Immunität

Brüssel. Das EU-Parlament hat dem verurteilten griechischen Neonazi Giannis Lagos seine parlamentarische Immunität entzogen. Wie am Dienstag bekanntgegeben wurde, stimmte eine breite Mehrheit der Abgeordneten am Montag abend in Brüssel für den von den griechischen Behörden beantragten Schritt. Unmittelbar danach wurde er Berichten des staatlichen griechischen Rundfunks (ERT) zufolge von Interpol-Beamten festgenommen. Er sollte nach Griechenland gebracht werden.

Eine gegen Lagos verhängte Haftstrafe von 13 Jahren und acht Monaten kann nun vollstreckt werden. Der 48jährige gehörte der Führungsspitze der faschistischen Partei »Chrysi Avgi« (»Goldene Morgendämmerung«) an, die wegen Angriffen auf Migrantinnen und Migranten sowie politische Gegner seit langem berüchtigt ist. In einem fünfjährigen Großverfahren hatte die griechische Justiz die Partei vergangenes Jahr als kriminelle Vereinigung eingestuft und rund 50 der Mitglieder zu Gefängnisstrafen verurteilt. Lagos wurde unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Verstößen gegen das Waffengesetz für schuldig befunden. Er war 2019 aus der Partei ausgetreten und saß als fraktionsloser Abgeordneter im Europaparlament. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.04.2021, Seite 15, Antifaschismus

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