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Wissenschaft

Historiker Wolfgang Wippermann gestorben

Foto: -/UPI/dpa
Bürgerliche Machtübertragung an die Nazis

Berlin. Der Historiker Wolfgang Wippermann ist tot. Das berichtet ND. Die Woche (Ausgabe vom 9./10.1.). Er starb bereits am 3. Januar nach schwerer Erkrankung im Alter von 75 Jahren. Wippermann lehrte an der FU Berlin als Professor für Neuere Geschichte und zählte zu den profiliertesten deutschen Faschismusforschern. Zudem arbeitete er zur Geschichte von Antisemitismus und Antiziganismus.

Wippermann wurde am 29. Januar 1945 in Wesermünde geboren und studierte in Göttingen und Marburg Geschichte, Germanistik und Politische Wissenschaften. Nach Promotion und Habilitation (»Die Bonapartismustheorie von Marx und Engels«, 1982) bei Ernst Nolte distanzierte er sich von den immer rechteren Ansichten seines akademischen Lehrers und avancierte zu einem der letzten linken Solitäre in der BRD-Historikerschaft. Auch in Zeiten, da der Faschismusbegriff in der bürgerlichen Wissenschaft fast gänzlich in Verruf geriet, war Wippermann einer seiner energischsten Verteidiger. Ausdauernd bekämpfte er zudem die Totalitarismustheorie.

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Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen die Bände »Dämonisierung durch Vergleich. DDR und Drittes Reich« (2009) und »Heilige Hetzjagd. Eine Ideologiegeschichte des Antikommunismus« (2012). (jW)

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Erschienen am 09.01.2021, Feuilleton

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