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Berliner Museumsinsel

Angriff auf Antiken

Auf der Berliner Museumsinsel sind Dutzende Kunstwerke augenscheinlich mutwillig beschädigt worden. Das bestätigte die Berliner Polizei am Mittwoch morgen. Zu weiteren Details und Motiven wollte sich die Behörde noch nicht äußern. Die Beschädigungen haben sich nach Berichten der Zeit und des Deutschlandfunks bereits am 3. Oktober ereignet. Dabei gehe es um rund 70 Objekte im Pergamonmuseum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten. Sie seien mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt worden. Nach Angaben der Zeit handelt es sich um »einen der umfangreichsten Angriffe auf Kunstwerke und Antiken in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands«. Darunter seien ägyptische Sarkophage, Steinskulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts. Die Flüssigkeit habe darauf sichtbare Flecken hinterlassen.

Die Vorfälle sollen sich am »Tag der deutschen Einheit« ereignet haben und wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung sei eingeleitet worden. Dem Tagesspiegel zufolge wurden Besucher, die für den 3. Oktober Museumstickets gebucht hatten, vom Landeskriminalamt angeschrieben und dringend um Mithilfe gebeten.

Immer wieder stellt sich die Frage, wie gut Museen gegen Kriminelle geschützt sind. Vor dreieinhalb Jahren war die Museumsinsel Schauplatz eines spektakulären Verbrechens. Die Münze »Big Maple Leaf« mit einem Wert von 3,75 Millionen Euro wurde in der Nacht zum 27. März 2017 aus einer Vitrine gestohlen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2020, Seite 10, Feuilleton

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