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Lübcke-Prozess: Ernst sagt über Komplizen aus

Frankfurt am Main. Im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat der mutmaßliche Täter Stephan Ernst am Montag in der Befragung Angaben zu seinem ersten, später widerrufenen Geständnis und zu seinem mutmaßlichen Komplizen Markus Hartmann gemacht. Ernsts erster Anwalt, von dem er zuvor bereits »in der Szene« gehört habe, habe ihm wegen der DNA-Spur am Tatort zu einem Geständnis geraten, gleichzeitig aber empfohlen, nichts über seinen Komplizen zu sagen. Die politische Einstellung von Hartmann gehe »in Richtung Reichsbürger«, sagte Ernst über seinen früheren Arbeitskollegen. Hartmann habe gesagt, dass Berichte über den Holocaust »übertrieben« seien. Ernst bestätigte, dass Hartmann eine Zyklon-B-Dose auf seinem Schreibtisch stehen gehabt habe. Beide Männer seien mehrmals gemeinsam oder allein zu AfD-Stammtischen gegangen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2020, Seite 1, Inland

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