-
14.03.2020
- → Feuilleton
Zwischen zwei Welten
Der deutsch-georgische Autor und Philosoph Giwi Margwelaschwili ist im Alter von 92 Jahren am Freitag in Tbilissi gestorben. Das teilte der Verbrecher-Verlag in Berlin mit. Margwelaschwili galt als Wanderer zwischen zwei Welten und wurde international als Humanist geschätzt. Er kam am 14. Dezember 1927 als Kind politischer Flüchtlinge aus der Sowjetrepublik Georgien in Berlin-Wilmersdorf zur Welt und galt als staatenlos. Der Autor hatte seit 1994 die deutsche Staatsbürgerschaft, lebte allerdings seit 2011 in der georgischen Hauptstadt Tbilissi. 2013 erhielt er für sein Gesamtwerk den Italo-Svevo-Preis. Er ist Mitglied des PEN, Werke u. a.: »Muzal – ein georgischer Roman«, »Das böse Kapitel«, »Kapitän Wakusch«, »Der ungeworfene Handschuh«. Er sei im Kreise seiner Familie gestorben, hieß es. In Georgien leben seine Exfrau, die Schriftstellerin Naira Gelaschwili, und die gemeinsame Tochter Anna Margwelaschwili sowie seine Enkelkinder, die sich um ihn kümmerten. Der Autor hatte bis zuletzt Anteil genommen an den politischen Umbrüchen in der Südkaukasusrepublik am Schwarzen Meer. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
