Zum Inhalt der Seite
Kunst

Enten in Militärmontur

In der Frankfurter Kunsthalle Schirn sind unter dem Titel »Unexpected, unexplained, unaccepted« bis zum 3. Mai fünf der insgesamt zwölf existierenden »Rooms« von Richard Jackson zu sehen, die auf dem Prinzip der »automatisierten Malerei« basieren – das heißt, Maschinen verspritzen per Knopfdruck Farbe, um ein dreidimensionales Gemälde zu schaffen.

Der 1939 geborene kalifornische Künstler verbinde »auf besondere Weise seine humorvolle wie provokative Kritik an Kunst und Gesellschaft«, sagte Schirn-Direktor Philipp Demandt am Mittwoch bei der Vorstellung der Ausstellung. Mit seinen Räumen, deren Inneres teilweise nur durch Gucklöcher betrachtet werden kann, schaffe Jackson »ungewöhnliche, aber doch sehr private Szenen«.

Anzeige

Zum ersten Mal überhaupt in Deutschland zu sehen ist etwa die Installation »War Room«, sagte Kurator Matthias Ulrich. Entenfiguren in Militärmontur mit rosa Brüsten als Augen haben sich dabei rings um einen vieleckigen Globus mit Farbe bespritzt. Öltürme auf der Globusoberfläche symbolisieren die Verbindung von Krieg und wirtschaftlichen Interessen, nur über Frankreich ragt ein Modell des Eiffelturms. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.02.2020, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!