Zum Inhalt der Seite
Kunst

Es ist echt

Nach Jahrzehnten mit Zweifeln an der Echtheit eines Porträts von Vincent van Gogh gibt es nun Gewissheit: Das Selbstbildnis im Besitz des norwegischen Nationalmuseums in Oslo sei echt, teilte das Van-Gogh-Museum am Montag in Amsterdam mit. Eingehende »technische und stilistische Untersuchungen« hätten zweifelsfrei ergeben, dass es von der Hand des niederländischen Malers (1853–1890) stammte. Van Gogh hatte sich selbst Ende August 1889 in der psychiatrischen Klinik im südfranzösischen Saint-Rémy gemalt. Es sei ein besonderes Werk, so das Amsterdamer Museum. »Es ist bisher das einzige Werk, von dem bekannt ist, dass er es während einer Psychose malte.«

Das Museum in Oslo hatte das Bild 1910 gekauft. Seit 1970 aber waren Zweifel an der Authentizität aufgetaucht. Die Herkunftsgeschichte war unklar, und auch Stil und Farbgebrauch wurden als untypisch für van Gogh angesehen. Das Osloer Museum hatte schließlich die Experten des Van-Gogh-Museums um eine vollständige Untersuchung gebeten. »Auf der Grundlage von Stil, Technik, Material, Herkunft und besonderer Ikonographie können die Untersucher nun feststellen, dass die Zweifel ungerechtfertigt waren.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.01.2020, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!