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Posten angeboten: Siemens umgarnt »Fridays for Future«

Foto: Soeren Stache/dpa
Gerissen: Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG

Berlin. Siemens reagiert mit Vereinnahmungsversuchen auf Kritik der Jugendbewegung »Fridays for Future«: Deren bekannteste deutsche Aktivistin Luisa Neubauer könnte laut Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser in dem Konzern eine wichtige Rolle übernehmen. Kaeser hat ihr am Freitag einen Sitz in einem Aufsichtsgremium der künftigen Siemens Energy AG angeboten. Ob es der Aufsichtsrat oder ein anderes Gremium sei, könne die Klimaschützerin selbst entscheiden, sagte Kaeser in Berlin. »Ich möchte, dass die Jugend aktiv sich beteiligen kann«, erklärte er und sprach von einem »Konflikt zwischen Jung und Alt«, der gelöst werden müsse. Kaeser hatte mit Neubauer über die geplante Beteiligung von Siemens am einem Kohlebergwerksprojekt in Australien gesprochen. »Fridays for Future« fordert angesichts der ausufernden Buschbrände in Australien, dass Siemens aus dem Kohleprojekt aussteigt und nicht wie geplant eine Signalanlage für das Bergwerk liefert. Kaeser kündigte an, dass der Vorstand bis Montag darüber entscheide. Neubauer wollte sich anschließend nicht zu Kaesers Angebot äußern. (dpa/jW)

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Erschienen am 11.01.2020, Inland

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