Zum Inhalt der Seite

Aktionstage für Hasankeyf

Mit globalen Aktionstagen soll am 7. und 8. Juni gegen die drohende Überflutung der 12.000 Jahre alten Felsenstadt Hasankeyf in der Osttürkei protestiert werden. Die türkische Regierung hat für Juni den Beginn der Füllung des 313 Quadratkilometer großen Ilisu-Stausees angekündigt. Neben Hasankeyf mit seinen einzigartigen historischen Monumenten aus Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte würden auch 199 Dörfer in den Fluten des Tigris untergehen und bis zu 80.000 Menschen vertrieben. Im benachbarten Irak droht der Landwirtschaft schwerer Schaden, zudem könnten die als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften südirakischen Sumpflandschaften austrocknen. In rund 40 Orten im Irak, der Türkei aber auch in Europa sind Proteste angekündigt. Die Berliner Initiative zur Rettung von Hasankeyf zeigt am Sonnabend von 15 bis 17 Uhr eine Ausstellung über Hasankeyf auf der Museumsinsel. Weitere Aktionen im deutschsprachigen Raum werden in Hamburg, Frankfurt, München, Karlsruhe, Nürnberg, dem Wendland, Hannover, Wien, Graz und Zürich stattfinden.

Nick Brauns

www.hasankeyfgirisimi.net/?p=844

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2019, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!