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»Rheinmetall zu Altmetall«: Bühnenprotest bei Hauptversammlung

Foto: Privat

Gewaltfrei, aber mit drastischen Worten haben mindestens 30 Menschen am Dienstag auf der Hauptversammlung von Rheinmetall im Berliner Maritim-Hotel protestiert und für einige Minuten die Bühne besetzt. »Rheinmetall entwaffnen« stand auf einem Transparent, das sie dort entrollten. Mit Parolen wie »Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt« und »Blut, Blut, Blut an euren Händen« konfrontierten sie die Aktionäre mit den Folgen der Rüstungsgeschäfte des Konzerns. Auch die Parole »Rheinmetall zu Altmetall« war zu hören.

Ein größeres Transparent mit der Aufschrift »Rheinmetall-Bomben töten im Jemen«, hatten Greenpeace-Aktivisten schon vor Beginn der Versammlung an der Eingangsseite des Hotels heruntergelassen. Sämtliche Teilnehmer, Gäste und Pressevertreter sowie deren Taschen waren beim Einlass durchleuchtet worden, daher hatten sich Schlangen gebildet, in denen teils kritische Aktionäre mit weniger kritischen diskutierten, als um kurz nach zehn Uhr die ersten Sprechchöre aus dem Saal zu hören waren. Der Veranstalter wies auf sein Hausrecht hin und drohte mit einer polizeilichen Räumung, zu der es wenig später kam. Die Einsatzkräfte kündigten Zwangsmaßnahmen an: »Diese Zwangsmaßnahmen werden Schmerzen bereiten und ihre körperliche Unversehrtheit beeinträchtigen«, hieß es. Minuten später wurden dann auch so genannte Schmerzgriffe angewendet und die ersten Protestteilnehmer hinausgeschleppt. Manche von ihnen schrien. Einige Aktionäre applaudierten, ein älterer Herr meinte jedoch, die Polizeimaßnahmen seien »noch viel zu human«. (jW)

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Erschienen am 28.05.2019, Inland

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