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Kino

Könnte schillern

Das Schwuler-Musiker-Biopic hat gerade einen Lauf. Nach Freddie Mercury in dem biederen Oscar-Absahner »Bohemian Rhapsody« und Elton John in »Rocketman« (jW jubelte am Freitag) ist nun also 80er-Schwulenikone Boy George (57) dran: Das »schillernde Leben« des britischen Popstars soll auf die Leinwand kommen. Das Studio MGM hat den Filmemacher Sacha Gervasi (Anvil!, »Hitchcock«) mit dem Drehbuch und der Regie beauftragt, wie das immer neugierige US-Branchenblatt Variety und das Onlineportal Deadline.com berichteten. Der noch titellose Film soll unter anderem das Heranwachsen des Sängers in einer irischen Arbeiterfamilie und seine bewegte Karriere beleuchten. In den 80ern eroberten Boy George und die Band Culture Club mit Hits wie »Do You Really Want To Hurt Me?« und »Karma Chamaleon« die Hitparaden. Auf große Erfolge folgten die üblichen Probleme mit Drogen- und Alkoholsucht, ebenso Konflikte mit dem Gesetz. 2008 wurde der Brite zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen Callboy in London gegen dessen Willen festgehalten haben soll. Im vorigen Jahr absolvierte Culture Club eine erfolgreiche USA-Tournee und brachte mit »Life« ihr erstes Studioalbum seit 19 Jahren heraus. Mit »Anvil!« (2008) hatte Regisseur Gervasi eine Doku über die kanadische Metal-Band Anvil gedreht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2019, Seite 11, Feuilleton

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