-
06.05.2019
- → Feuilleton
Museumswandel
Deutschlands Museen müssen aus Sicht eines Experten als Orte der Bildung auf die Veränderungen in der Gesellschaft reagieren. »Sie müssen sich auch in der Vermittlung wandeln«, sagte Eckart Köhne, der Präsident des Deutschen Museumsbundes, vor dessen Jahrestagung in Dresden der dpa. Von Montag bis Mittwoch diskutieren etwa 800 Fachleute über die Rolle der Museen in der Bildungslandschaft. Der Wissenserwerb erfolgt laut Köhne anders als früher. Das reine Lernen spiele kaum noch eine Rolle, vielmehr gehe es um die Aneignung von Kompetenzen und Fähigkeiten durch Kombinieren, Teamarbeit, systematisches Denken. »Die klassische Museumsführung ist nicht mehr so stark gewünscht.« Darauf müssten die Museen reagieren, wenn sie ihr Publikum weiter erreichen wollten. Laut Köhne erfordere das neue pädagogische Herangehensweisen: Workshop statt Bildbetrachtung, Interaktion statt Vortrag, Diskussion statt reiner Wissensvermittlung. »Man möchte keine vorgefertigten Antworten mehr.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!