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In SPD-Zentrale gerast: Bewährungsstrafe

Berlin. Knapp zwölf Monate nach seiner Auto-Attacke gegen die SPD-Bundeszentrale ist ein 59jähriger Berliner zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Angeklagte habe sich der versuchten Brandstiftung, des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Sachbeschädigung schuldig gemacht, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch. Der Mann, der an einer sogenannten Anpassungsstörung litt, habe sich durch die Pflicht zur Teilnahme am Mikrozensus-Verfahren unter Druck gesetzt gefühlt und sich das Leben nehmen wollen. Der als Kraftfahrer tätige Mann hatte Gasflaschen und Benzinkanister im Kofferraum seines Wagens, als er Heiligabend 2017 mit hohem Tempo in den Eingang der SPD-Zentrale in der Wilhelmstraße in Berlin-Kreuzberg fuhr. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2018, Seite 4, Inland

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