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Absprachen: DuMont zahlt Bußgeld

Bonn. Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt 16 Millionen Euro gegen die DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, eine verantwortliche Person und einen Rechtsanwalt verhängt. Dies teilte die Behörde am Dienstag mit. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, eine verbotene Gebietsabsprache mit der Gruppe Bonner General-Anzeiger getroffen zu haben.

Beide Medienhäuser hatten sich 2000 darüber verständigt, dass sich jeweils eines der beiden in der Region Bonn aus bestimmten, vereinbarten Gebieten weitgehend zurückzieht. Die bis 2016 laufende Gebietsabsprache wurde von beiden im Jahr 2005 durch gegenseitige Beteiligungen und die Einräumung eines Vorkaufsrechtes der DuMont-Gruppe an der Gruppe Bonner General-Anzeiger weiter abgesichert. Reine Preis-, Gebiets- und Kundenabsprachen sind trotz Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen 2017 weiter verboten. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2018, Seite 15, Medien

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