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Kriegstüchtiges Mindset

Kriegspropaganda: NATO trifft Künstler

London. Um ihre Kriege propagandistisch zu legitimieren, hat die NATO wiederholt Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten aus Europa und den USA hinter verschlossenen Türen eingelullt. Bei bislang drei Treffen sind laut The Guardian mindestens drei Projekte vereinbart worden. Im Juni stehe ein Treffen mit der britischen Schriftstellergewerkschaft (Writers’ Guild of Great Britain, WGGB) an. In der Einladung heiße es, die NATO sei »auf der Überzeugung gegründet, dass Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft sowie die Pflege von Freundschaften und Bündnissen der Weg in die Zukunft sind«, dass ferner geholfen wäre, wenn »einfache Botschaften wie diese ihren Weg in zukünftige Geschichten finden«. Solche Zusammenkünfte seien nicht unüblich und stellten »nicht zwangsläufig eine Billigung der jeweiligen Organisationen dar«, nahm ein WGGB-Sprecher am Sonntag gegenüber dem Guardian Stellung. Es fänden lediglich »Gespräche zwischen Vertretern der NATO, der Zivilgesellschaft und von Denkfabriken« statt, spielte auch ein Sprecher der Kriegsallianz das Treffen herunter. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2026, Seite 14, Medien

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