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Printmedien mit hohem Käuferschwund

Hamburg. Innerhalb der zurückliegenden zehn Jahre mussten die deutschen Printmedien enorme Rückgänge ihrer Verkäufe und Auflagen verkraften. Wie das Hamburger Onlineportal Meedia.de aktuell berichtet, sind in dem Zeitraum die Verkäufe von Tages- und Sonntagszeitungen von insgesamt 24 Millionen Exemplaren auf zuletzt knapp 16 Millionen zurückgegangen.

Dem Portal zufolge wurden die Medien signifikant weniger genutzt: »2005 gaben noch 51 Prozent der Befragten an, täglich Zeitung zu lesen, 2015 waren es nur noch 33 Prozent«, so Meedia. Insbesondere bei den 14- bis 29jährigen spielt Print demnach nur noch eine kleine Rolle: »Artikel oder Berichte in gedruckten Zeitungen oder Zeitschriften« lesen demnach nur noch sieben Prozent der Altersgruppe.

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Dies hatte dramatische finanzielle Folgen für die Verlage: »Waren die Tageszeitungen im Jahr 2007 mit 4,567 Milliarden Euro Nettowerbeeinnahmen laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) noch die Nummer eins aller Medienbranchen, gingen bis 2017 deutliche 47,8 Prozent davon verloren«, schreibt der Dienstleister. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2018, Seite 15, Medien

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